Bühnen der Stadt – von kölsch bis postmodern

Köln ist eine Theaterstadt. Die über 60 Bühnen der Stadt bieten Ihnen ein volles Programm aus allen erdenklichen Genres. Nachfolgend einige Highlights:

Das Millowitsch-Theater ist eine echte kölnische Institution. Das an der Aachener Straße nahe am Rudolfplatz gelegene, von der gleichnamigen Familie seit 1936 geführte Theater wurde vor allem durch den 1999 mit 90 Jahren verstorbenen Volksschauspieler Willy Millowitsch bekannt, der das Haus fast sechs Jahrzehnte leitete und in zahlreichen Stücken selbst auf der Bühne stand. Heute finden hier sowohl kölsche Mundartstücke wie auch Konzerte statt.

Den Spagat zwischen traditionell-kölschem Mundart-Theater und Aktualität schafft das Scala-Theater auf dem Hohenzollernring. Das vom mittlerweile verstorbenen Kölner Original Walter Bockmayer gegründete, seit 2003 bestehende Theater in einem ehemaligen Kinosaal nimmt in seinen Stücken die Kölner Eigenheiten auf die Schippe und liefert gerade dadurch eine Hommage an die Stadt. Zur Zeit Ihres IWC-Besuches läuft hier das Stück „Kaffeebud – La kölsche Vita“. Abgedrehten Humor mit Lokalkolorit bietet auch das Theater in der Filmdose. Die Kleinkunstbühne befindet sich auf der Zülpicher Straße im Studentenviertel „Kwartier Latäng“.

Wer es lieber etwas klassischer mag, ist im Kölner Schauspielhaus oder bei der Oper gut aufgehoben. Beide Bühnen, die normalerweise am Offenbachplatz beheimatet sind, werden jedoch derzeit saniert. Deshalb spielt die Oper im sogenannten Staatenhaus am rechtsrheinischen Deutzer Rheinufer. Das Schauspiel ist auf das „Depot” an der Schanzenstraße im rechtsrheinischen Stadtteil Mülheim ausgewichen. Ursprünglich sollte das Schauspielhaus übrigens abgerissen und durch einen futuristischen Komplett-Neubau ersetzt werden – doch nach erheblichen Protesten von Kulturschaffenden und Bürgern nahm der Stadtrat seinen Abriss- und Neubaubeschluss zurück und gab die Sanierung in Auftrag.