Kölsch & Kulinarisches – Genießen in Köln

Köln verfügt über eine der interessantesten Gastronomieszenen in Deutschland. Mit einer eigenen langen kulinarischen Tradition sowie der schon sprichwörtlichen Offenheit für neue Einflüsse, nicht zuletzt seiner ausländischen Mitbürger, hat sich über die Jahrzehnte eine spannungsreiche Küchenlandschaft gebildet, die jeden Tag aufs Neue zu Entdeckungen einlädt.

Zu einem Köln-Besuch gehört natürlich ein Brauereibummel dazu. Hier haben Sie gleich mehrere Möglichkeiten. Das wohl berühmteste ist das Früh am Dom, sozusagen das „Hofbräuhaus von Köln“ in der Kölner Altstadt mit angeschlossenem Souvenir-Shop. Für viele Gäste ist das traditionsreiche Lokal mit den verschiedenen, liebevoll restaurierten Sälen ein Muss; entsprechend ist es nahezu immer voll und sehr stark von (fast ausschließlich) Touristen frequentiert. Etwas ruhiger und nachbarschaftlicher geht’s im kleinen Ableger des Brauhauses am Chlodwigplatz in der Südstadt, dem Früh em Veedel zu.

Gleich in „Fall-Weite“ nur wenige Meter vom Interdisziplinären WundCongress entfernt liegt das Brauhaus Päffgen auf der Friesenstraße, welches unbedingt einen Besuch wert ist – für viele Kenner zählt das Kölsch des kleinen Familienbetriebes zu den Besten überhaupt. Die Säle der Kultkneipe zeichnen sich durch einen abgewetzt-urigen Charme aus; auch ein kleiner, im Winter überdachter Biergarten lädt zum Verweilen ein. Wie im Früh, gibt es auch hier traditionelle rheinische Brauhausküche rund um Halven Hahn, Flönz, Gulaschsuppe & Co.

Für Liebhaber der haute cuisine empfiehlt sich ein Besuch im Le Moissonnier in der Kölner Nordstadt. Seit 22 Jahren besteht das französische Gourmettempel mit mittlerweile zwei Michelin-Sternen. Das Team um die Patrons Liliane und Vincent Moissonnier sowie Chefkoch Eric Menchon verwöhnt mit bester französischer Küche und einer erstklassigen Weinauswahl, das Ganze in einer betriebsamen und – für ein Haus dieser Klasse – recht legerem Ambiente. Eine Reservierung ist hier unbedingt anzuraten.

Den mit Abstand spektakulärsten Blick auf Köln bietet das Restaurant Osman30 in der 30. Etage des Büro-Hochhauses „KölnTurm“ im Mediapark (nordwestliche City). Auf der durchgehenden Dachterrasse des Restaurants bietet sich besonders bei Sonnenuntergang ein atemberaubender Blick auf ganz Köln. Im Restaurant werden ausschließlich Drei-Gänge-Menüs zum Festpreis von 44 Euro serviert; neben einer Tapas-Auswahl als Vorspeise stehen hierbei etwa sechs bis sieben Hauptgerichte zur Wahl.

Für Liebhaber der asiatischen Küche bietet sich ein Bummel über die Lindenstraße an, nur ein paar Schritte vom Rudolfplatz entfernt: Hier befinden sich lohnenswerte Adressen wie das Joie Viët, das vietnamesische Küche mit französischem Einschlag in etwas gehobenem Ambiente anbietet. Ein Stück weiter stadtauswärts findet sich das japanische Kaizen, wo ein junges Team in elegantem Ambiente auch ausgefallene Sushi-Kreationen bietet (probieren Sie die Volcano Roll). Wiederum ein paar Schritte weiter das landestypisch gestaltete Thai-Restaurant Bangkok. Nicht asiatisch, aber äthiopisch und äußerst lohnend ist vis-à-vis das Injera – in loungigem Ambiente werden hier das namensgebende Nationalgericht und weitere leckere afrikanische Spezialitäten serviert.