Die Domstadt bei Nacht erleben

Für ihren Start ins Kölner Nachtleben bieten sich gleich mehrere interessante Stadtviertel an, die rings um den Tagungsort liegen. Jedes „Veedel“ hat dabei seine Spezialitäten und Eigenarten, die wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen wollen.

Direkt vor der Tür des Interdisziplinären WundCongresses liegt das Friesenviertel mit der „In-Meile” Friesenstraße und dem zentralen Friesenplatz. Hier feiern zahlreiche Medienstars, besonders abends wird es hier sehr voll! Stylisch, architektonisch beeindruckend und riesengroß (aber auch nicht ganz billig) ist die direkt am Friesenplatz gelegene Bar Cologne. Seit Jahrzehnten sehr beliebt ist etwa das Päff, eine futuristisch gestylte Kneipe, die später abends zum Nachtclub mutiert; ab und an stehen Rock- und DJ-Sessions auf dem Programm. Als feuchtfröhliche „letzte Station“ bietet sich die Lotte Haifischbar an. Zu früheren Zeiten ein recht „hartes“ Terrain, ist die Location heute eine Cocktailbar mit gemischtem Publikum.

Ín der Kölner Altstadt mischen sich Einheimische und Touristen gleichermaßen. Die verwinkelten Gassen und kleinen, versteckten Plätze zwischen Heumarkt und Rheinufer laden zum Entdecken ein – achten Sie jedoch gerade hier darauf, nicht in überteuerte „Touristenfallen“ zu tappen! Kultig und für Jazzfreunde empfehlenswert ist Papa Joe’s Jazzlokal, nach eigenen Angaben Deutschlands ältester Jazzsalon an der parallel zum Rheinufer verlaufenden Gasse Buttermarkt. Recht voll wird es in den Kneipen auf dem Alter Markt, etwa in der sog. Kulisse. Bei einem Mix aus Schlager- und Karnevalsmusik lässt sich hier zwischen Einheimischen, Touristen und Junggesellen-Abschiedsrunden aus dem Umland unkompliziert feiern.

Insbesondere bei Studenten der nahe gelegenen Universität beliebt ist das Kwartier Latäng rund um den Zülpicher Platz; dementsprechend jung ist hier der Altersschnitt. Neben recht austauschbaren Kneipen-Cocktailbars, stets mit obligatorischer „Happy Hour“, gibt es auf der Luxemburger Straße einige alteingesessene Clubs für Fans des Gitarrenrocks: etwa das Blue Shell sowie das legendäre, kürzlich unter altem Namen wiedereröffnete Luxor.

Das Belgische Viertel, das seinen Namen von den zahlreichen nach belgischen Städten und Regionen benannten Straßen im Viertel hat, ist traditionell ein beliebtes Ausgehpflaster. Im Gegensatz zu dem von zahlreichen „Umland-Wochenendtouristen” frequentierten, benachbarten Hohenzollernring herrscht hier etwas mehr Niveau; im Publikum befinden sich zahlreiche Freiberufler und Mittdreißiger. In den letzten Jahren hat sich die zentral durchs Viertel verlaufende Aachener Straße zu einem kleinen Ausgeh-Zentrum entwickelt. Hier und in den angrenzenden Straßen finden sich einige Clubs mit (vor allem elektronischer) Live-Musik, wie etwa das beliebte Subway.

Ebenfalls ein großes Angebot an verschiedenen Kneipen, Bars und Clubs bietet Ehrenfeld. Der Stadtteil ist für sein eher alternatives, multikulturelles und unkompliziertes Flair bekannt. Die Cocktailbar Königsblut ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im Viertel; im lounge-artigen Innenraum mit Sesseln und Sitzkombinationen lassen sich gelungene Abende verbringen. Immer beliebter wird das seit einigen Jahren geöffnete, in warmen Farben gehaltene Meer sehen auf der Philippstraße, wo an die Wand projizierte Unterwasserfilme für ein „Urlaubsgefühl“ sorgen und das über eine leckere Bistro-Küche verfügt. Einen guten Überblick über die verschiedenen Locations in Ehrenfeld bietet die Stadtteilkarte der zweimal jährlich stattfindenden Aktion Ehrenfeld-Hopping.